Eine frische Variante des Klassikers

Es gibt Gebäck, das sofort ein Gefühl von Wärme auslöst. Linzer Kekse gehören für mich genau dazu. Dieser mürbe, leicht nussige Teig, das typische kleine Fenster in der Mitte und die zarte Schicht Füllung dazwischen – ein Klassiker, der Generationen begleitet hat. Doch auch dieser Klassiker entwickelt sich weiter.

Statt der traditionellen Marmelade habe ich diesmal mein selbstgemachtes Pursha-Limetten-Curd verwendet. Es war noch eingefroren, ein kleiner Vorrat aus einer spontanen Zitrusphase – und genau das hat diesen Keksen eine neue, überraschend elegante Richtung gegeben.

Die Füllung ist cremig, fruchtig und angenehm ausbalanciert. Nicht zu süß, nicht zu sauer, sondern mit einer feinen, fast weichen Zitrusnote. In Kombination mit Mandeln im Teig und einer Prise Zimt entsteht ein Geschmack, der vertraut wirkt – und doch besonders ist.

Was ist das Besondere an der Pursha-Limette?

Die Pursha-Limette – manchmal auch als süße Limette bezeichnet – hat ein ganz eigenes Aroma. Sie ist milder als eine klassische Limette, weniger stechend in der Säure und bringt eine fast runde, sanfte Zitrusnote mit.

Gerade in feinen Gebäcken wirkt sie dadurch eleganter und harmonischer. Das Curd bekommt Frische, ohne dominant zu sein – perfekt für zarte Mürbeteige wie diesen.

Pursha-Limetten

Linzer Kekse mit Pursha-Limetten-Curd: Eine wundervolle Kombination

Linzer Kekse leben vom Zusammenspiel ihrer Elemente:

  • Mürbeteig – buttrig, zart und leicht sandig
  • Mandeln – sie bringen Tiefe und eine sanfte Nussigkeit
  • Zimt – nur ein Hauch, aber er gibt Wärme
  • Curd – cremige Frische als Kontrast

Gerade in der kühleren Jahreszeit liebe ich diese Balance aus nussigem Teig, dezenter Würze und frischer Zitruscreme. Die Kekse schmecken nicht schwer, sondern lebendig – obwohl sie klassisch wirken.

Und das Beste: Für etwa 20 gefüllte Kekse brauchst du überraschend wenig Curd. Eine dünne Schicht von ungefähr 5–6 Gramm pro Stück reicht vollkommen aus. Das Fenster soll ja durchschimmern – nicht überlaufen.

Rezept

Portionen 20 Portionen Schwierigkeit: Einfach Kalorien: 150 kcal Vorbereitungszeit: 30 Minuten Backzeit: 15 Minuten Gesamtzeit: 45 Minuten

Zutaten

0/9 Zutaten
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Anleitung

0/4 Schritte
  • Mehl, Mandeln, Puderzucker, Salz und Zimt mischen. Butter in Stückchen und das Eigelb zugeben und rasch zu einem glatten Mürbeteig verkneten. Nicht zu lange kneten – der Teig soll schön zart bleiben. Zu einer flachen Scheibe formen und mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.
  • Den Teig etwa 3 mm dick ausrollen. 20 Unterteile ausstechen und 20 Oberteile mit einem kleinen Herz- oder Stern-Ausschnitt.
  • Bei 180 °C Ober-/Unterhitze etwa 10–12 Minuten backen. Die Kekse sollten hell bleiben und nur leicht goldgelb werden. Anschließend vollständig auskühlen lassen.
  • Die Unterteile dünn mit Pursha-Limetten-Curd bestreichen (etwa 5–6 g pro Keks). Die Oberteile mit Puderzucker bestäuben und vorsichtig aufsetzen.

Ein kleiner Tipp für noch bessere Kekse

Linzer Kekse sind am Tag des Backens gut – aber nach 12 bis 24 Stunden sind sie großartig.

In dieser Zeit verbindet sich die zarte Säure des Curds mit dem mürben Teig, die Kekse werden weicher und aromatischer. Genau dieser Moment macht sie so besonders.

Meine Empfehlungen für Linzer Kekse

Beim Backen dieser Linzer Kekse greife ich jedes Jahr wieder zu ein paar bewährten Helfern. Gerade bei Mürbeteig macht einen Teigroller (Amazon) * wirklich einen Unterschied – sie liegt ruhig in der Hand und sorgt dafür, dass der Teig gleichmäßig auf etwa drei Millimeter ausgerollt wird. So werden die Kekse später schön zart und gleichmäßig gebacken.

Für die typischen Oberteile mit Herz- oder Sternfenster verwende ich Linzer-Ausstechformen aus Metall (Amazon)*. Sie stechen sauber aus, verziehen sich nicht und halten auch viele Backsaisonen problemlos durch. Das kleine Fenster macht am Ende den besonderen Reiz aus – schließlich soll die Füllung gut zur Geltung kommen.

* Affiliate-Links: Wenn du über diese Links etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen keine Mehrkosten.

Curd selbst machen?

Wenn du das Pursha-Limetten-Curd nicht fertig im Tiefkühler hast, kannst du es ganz unkompliziert selbst zubereiten.

Hier findest du das ausführliche Rezept: Pursha-Limetten-Curd selber machen

Tipp: Du kannst dieses Rezept auch mit verschiedenen Curds machen. Solltest du keine Pursha-Limetten haben, funktioniert auch ein Zitronen-Curds super. Probiere dich aus.

Linzer Kekse mit Pursha-Limetten-Curd

Diese Linzer Kekse sind eine kleine Abweichung vom Klassiker – aber genau solche Variationen machen das Backen spannend.

Tradition bewahren, aber ihr eine neue Nuance geben.
Und manchmal entsteht genau daraus ein neues Lieblingsrezept.

Linzer Kekse mit Pursha-Limetten-Curd

Weitere Rezepte mit Pursha-Limetten

Die Pursha-Limette bringt eine sanfte, ausgewogene Zitrusnote mit und eignet sich wunderbar für süße wie auch feine Backideen. Hier findest du weitere Inspirationen, wie du ihr besonderes Aroma in der Küche einsetzen kannst.