Kornblumen gehören für mich zu den schönsten Sommerblumen auf dem Balkon. Ihre leuchtenden Blüten in Blau, Rosa, Violett oder Weiß bringen Farbe in den Balkonkasten und werden gleichzeitig von Bienen und anderen Insekten gerne besucht.
Wenn die Pflanzen richtig in Blüte stehen, entstehen oft zahlreiche Blüten, die sich nicht nur auf dem Balkon bewundern lassen. Viele Sorten sind essbar und können in der Küche verwendet werden. Besonders praktisch: Die Blüten lassen sich ganz einfach trocknen und dadurch über viele Monate aufbewahren.
So kannst du dir ein Stück Sommer sichern und die farbenfrohen Blüten später für Tee, Blütenzucker, Dekorationen oder andere kreative Ideen nutzen.
Welche Teile der Kornblume eignen sich zum Trocknen?
Für die meisten Anwendungen werden die bunten Blütenblätter verwendet. Sie lassen sich leicht aus den Blütenköpfen herauszupfen und trocknen besonders gut.
Die grünen Hüllblätter und den Blütenboden kannst du entfernen, da sie etwas herber schmecken und optisch weniger attraktiv sind. Wenn du größere Mengen trocknen möchtest, kannst du die Blüten aber auch zunächst komplett trocknen und die Blütenblätter erst später herauszupfen. Das spart Zeit bei der Ernte und funktioniert ebenfalls sehr gut.
Besonders schön wirken Mischungen aus verschiedenen Kornblumenfarben. Neben den klassischen blauen Sorten gibt es inzwischen auch rosa, violette und weiße Varianten, die später für farbenfrohe Akzente sorgen.
Kornblumen richtig trocknen
Die Blüten sollten möglichst an einem trockenen Tag geerntet werden. Ideal sind frisch geöffnete Blüten, die noch kräftige Farben besitzen und keine braunen Stellen aufweisen. Verwende nach Möglichkeit Kornblumen aus dem eigenen Garten oder vom Balkon. Bei Pflanzen am Wegesrand oder auf Feldern lässt sich oft nicht sicher sagen, ob sie mit Pflanzenschutzmitteln, Abgasen oder anderen Schadstoffen in Kontakt gekommen sind. Für die Verwendung in der Küche sind selbst angebaute Kornblumen daher die bessere Wahl.
Nach der Ernte kannst du die Blütenblätter vorsichtig herauslösen oder die gesamten Blütenköpfe trocknen. Breite sie anschließend locker auf einem Tuch, Küchenpapier oder einem feinen Gitter aus. Wichtig ist ein trockener, luftiger Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Zu viel Sonne kann dazu führen, dass die Farben verblassen.
Je nach Temperatur und Luftfeuchtigkeit dauert der Trocknungsvorgang einige Tage. Die Blüten sind fertig getrocknet, wenn sie sich trocken und leicht papierartig anfühlen.
Anschließend bewahrst du sie am besten in gut verschließbaren Gläsern oder Dosen auf. Ein dunkler Schrank schützt die Farben zusätzlich und sorgt dafür, dass du möglichst lange Freude an den getrockneten Blüten hast.
1. Blütenzucker selber machen
Eine der einfachsten Möglichkeiten ist selbstgemachter Blütenzucker. Dafür werden die getrockneten Kornblumenblätter einfach mit Zucker vermischt und in einem dekorativen Glas aufbewahrt.
Der Zucker bekommt dadurch nicht nur eine besondere Optik, sondern eignet sich auch wunderbar zum Verschenken. Besonders hübsch wirkt eine Mischung aus blauen und rosa Kornblumenblättern.
Verwenden kannst du den Blütenzucker beispielsweise für:
- Desserts
- Waffeln
- Kuchen
- Tee
- selbstgemachte Geschenke aus der Küche
Schon ein kleiner Löffel verleiht Süßspeisen eine sommerliche Note und macht optisch einiges her.
2. Blütensalz für die Sommerküche
Nicht nur Zucker, sondern auch Salz lässt sich mit Kornblumen verschönern. Die getrockneten Blütenblätter werden dazu einfach unter grobes Meersalz gemischt.
Wer möchte, kann zusätzlich getrocknete Balkonkräuter wie Thymian, Oregano oder Zitronenthymian ergänzen. Dadurch entsteht eine individuelle Kräutersalz-Mischung, die nicht nur gut aussieht, sondern auch vielseitig verwendet werden kann.
In einem kleinen Glas abgefüllt eignet sich Blütensalz außerdem hervorragend als Mitbringsel für Gartenfreunde oder als kleines Geschenk aus der eigenen Balkonküche.
3. Eigene Teemischungen gestalten
Kornblumen sind ein beliebter Bestandteil von Kräuter- und Blütentees. Sie bringen Farbe in die Mischung und sorgen dafür, dass selbst einfache Kräutertees besonders ansprechend aussehen.
Gut kombinieren lassen sie sich beispielsweise mit:
- Zitronenmelisse
- Pfefferminze
- Apfelminze
- Ringelblumenblüten
- Rosenblüten
Geschmacklich stehen Kornblumen dabei eher im Hintergrund. Ihr großer Vorteil ist die dekorative Wirkung, die jede Teemischung aufwertet.
4. Desserts und Gebäck dekorieren
Wer gerne backt, wird Kornblumen schnell zu schätzen wissen. Die getrockneten Blüten eignen sich hervorragend als essbare Dekoration und verwandeln einfache Desserts in kleine Hingucker.
Besonders schön wirken sie auf:
- Tartes
- Muffins
- Keksen
- Pudding
- Eiscreme
Die Blüten werden dabei erst kurz vor dem Servieren aufgestreut, damit sie ihre Farbe möglichst gut behalten.
5. Kräuterbutter und Frischkäse verfeinern
Ein paar Kornblumenblätter reichen oft schon aus, um aus einer einfachen Kräuterbutter oder einem Frischkäseaufstrich etwas Besonderes zu machen.
Gerade auf hellen Aufstrichen kommen die bunten Blütenfarben wunderbar zur Geltung. Zusammen mit frischen Kräutern vom Balkon entsteht so ein sommerlicher Aufstrich, der beim Grillabend oder Brunch garantiert auffällt.
6. Dekorative Gewürzmischungen herstellen
Getrocknete Kornblumen lassen sich auch mit Kräutern, Salz oder Gewürzen kombinieren und in dekorativen Gläsern aufbewahren.
Solche Mischungen sehen nicht nur hübsch aus, sondern bringen auch Farbe ins Gewürzregal. Gleichzeitig eignen sie sich wunderbar als selbstgemachte Geschenke für Gartenfreunde, Nachbarn oder Familienmitglieder.
Oft sind es gerade diese kleinen, persönlichen Mitbringsel, die besonders viel Freude bereiten.
7. Fotodeko für Blog und Social Media
Nicht jede Verwendung muss in der Küche stattfinden. Getrocknete Kornblumen sind auch eine wunderbare Dekoration für Fotos.
Ein kleines Glas mit bunten Blütenblättern kann bei Rezeptfotos, Kräuterbeiträgen oder saisonalen Arrangements immer wieder eingesetzt werden. Die Blüten sorgen für farbliche Akzente und verleihen Bildern eine natürliche, sommerliche Stimmung.
Besonders praktisch: Die getrockneten Blüten halten deutlich länger als frische und können deshalb immer wieder verwendet werden.
Was ich für diesen Beitrag verwendet habe
Für das Trocknen von Kornblumen braucht es nur wenige Hilfsmittel. Zum Ernten der Blüten verwende ich eine kleine Bonsaischere (Amazon)*, mit der sich die Blütenköpfe sauber abschneiden lassen. Anschließend trocknen die Blüten auf einem Tuch oder einem feinen Gitter. Zur Aufbewahrung nutze ich kleine Vorratsgläser (Amazon)*, in denen die getrockneten Blüten bis zur nächsten Verwendung trocken und lichtgeschützt aufbewahrt werden können. Wenn du Kornblumen selbst auf dem Balkon anbauen möchtest, findest du außerdem Kornblumensamen (Amazon)* in verschiedenen Farben.
*Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Affiliate-Link: Wenn du über diesen Link etwas kaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen keine Mehrkosten.
Sommerblüten mit vielen Möglichkeiten
Kornblumen sind weit mehr als nur hübsche Sommerblumen. Mit wenigen Handgriffen lassen sich die Blüten trocknen und über viele Monate hinweg weiterverwenden. Ob als Blütenzucker, Teemischung, essbare Dekoration, Gewürzmischung oder einfach als Farbtupfer für schöne Fotos – die getrockneten Blüten bringen ein Stück Sommer in die Vorratskammer.
Wer Kornblumen auf dem Balkon anbaut, kann sich nicht nur über eine lange Blütezeit und zahlreiche Insektenbesucher freuen, sondern hat gleichzeitig eine vielseitige Zutat zur Hand, die weit über die Blütezeit hinaus Freude macht. Gerade das macht die Kornblume für mich zu einer der schönsten und nützlichsten Sommerblumen auf dem Balkon.
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