Zwei reife Früchte sind keine große Zitrusernte. Für eine kleine Portion Marmelade können sie trotzdem reichen – vor allem, wenn ihr Aroma mit einer zweiten Frucht kombiniert wird. Meine Lima Rossa trifft deshalb auf süße Feigen. Die Feigen gleichen die ausgeprägte Säure der Lima Rossa aus, ohne ihr Zitrusaroma zu überdecken.
Das Rezept ergibt bewusst nur eine kleine Portion. Es eignet sich damit gut, um auch eine überschaubare Ernte vom Balkon zu verarbeiten.
Was ist eine Lima Rossa?
Die Früchte der Lima Rossa erinnern mit ihrer orangefarbenen bis rötlichen Schale ein wenig an Mandarinen. Geschmacklich sind sie jedoch deutlich säuerlicher. Auch die aromatische Schale lässt sich verwenden, sofern die Früchte unbehandelt sind – wie bei der eigenen Ernte vom Balkon.
Für dieses Rezept werden der ausgepresste Saft und ein Teil der fein abgeriebenen Schale verwendet. Dadurch kommt das Zitrusaroma gut zur Geltung, ohne dass die Marmelade zu bitter wird.
Rezept für Lima-Rossa-Feigen-Marmelade
Je nach Größe der Früchte ergibt das Rezept etwa ein bis zwei kleine Marmeladengläser.
Zutaten
Anleitung
- Die Marmeladengläser und Deckel gründlich reinigen und sterilisieren.
- Die Feigen waschen, die Stielansätze entfernen und die Früchte in kleine Stücke schneiden. Ein Schälen ist nicht notwendig. Die Früchte nach Wunsch kurz pürieren. Für etwas mehr Struktur können einige Feigenstücke erhalten bleiben.
- Die Lima Rossa heiß abwaschen und abtrocknen. Die Schale fein abreiben. Dabei möglichst nur die farbige äußere Schicht verwenden, da die weiße Haut darunter bitter schmecken kann. Dann beide Lima Rossa halbieren und auspressen.
- Feigen, Lima-Rossa-Saft und Schalenabrieb zusammen abwiegen. Anschließend die benötigte Menge Gelierzucker 2:1 entsprechend den Herstellerangaben abmessen.
- Feigen, Saft, Schalenabrieb und Gelierzucker in einen Topf geben und gründlich vermischen. Alles unter Rühren zum Kochen bringen. Sobald die Masse kräftig sprudelt, nach der auf der Gelierzuckerpackung angegebenen Zeit weiterkochen.
- Eine Gelierprobe machen. Dafür etwas Marmelade auf einen kalten Teller geben. Wird sie nach kurzer Zeit fest, kann sie abgefüllt werden. Bleibt sie flüssig, die Masse noch etwas länger kochen.
- Die heiße Marmelade sofort in die vorbereiteten Gläser füllen. Die Glasränder bei Bedarf säubern und die Gläser fest verschließen.
Sterile Gläser – warum sie wichtig sind
Damit sich die Marmelade gut hält, sollten die Gläser vor dem Abfüllen steril sein. So werden Keime und Mikroorganismen entfernt, die die Marmelade sonst schneller verderben lassen würden.
Dafür kannst du sie entweder einige Minuten in kochendem Wasser auskochen oder bei 120-130 Grad im Backofen (ohne Deckel!) für etwa 15 Minuten erhitzen.
Zum Abfüllen eignen sich kleine Einmachgläser (Amazon)*. Ein Einmachtrichter (Amazon)* hilft dabei, sauber zu arbeiten und nichts zu verschütten.
Wenn du deine Marmelade direkt genießen möchtest, eignet sich eine kleine Dipschale (Amazon)* besonders gut zum Servieren.
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Wie schmeckt die Lima-Rossa-Feigen-Marmelade?
Die reifen Feigen geben der Marmelade eine angenehme Süße und eine weiche, leicht körnige Konsistenz. Dazu kommt die frische Säure der Lima Rossa. Dadurch schmeckt die Marmelade fruchtig und süß, bekommt aber gleichzeitig eine deutliche Zitrusnote.
Sie schmeckt nicht nur auf Brot oder Brötchen, sondern passt auch zu Naturjoghurt, mildem Ziegenkäse oder einer Käseplatte. Durch die Verbindung aus süßen Feigen und säuerlicher Zitrusfrucht lässt sie sich sowohl süß als auch herzhaft verwenden.
Haltbarkeit und Lagerung
Sauber abgefüllt und kühl sowie dunkel gelagert, ist die ungeöffnete Marmelade in der Regel mehrere Monate haltbar. Nach dem Öffnen sollte sie im Kühlschrank aufbewahrt und immer mit einem sauberen Löffel entnommen werden.
Wenn sich Schimmel bildet, der Deckel sich wölbt oder sich Geruch und Aussehen auffällig verändern, sollte die Marmelade nicht mehr gegessen werden.
Weitere Ideen mit Lima Rossa
Lima Rossa lässt sich nicht nur zu Marmelade verarbeiten. Ihr Aroma passt auch gut zu Sirup, Desserts, Kuchen oder alkoholfreien Drinks – so lassen sich selbst einzelne reife Früchte vom Balkon noch vielseitig verwenden.




