Im September verändert sich der Balkon langsam. Morgens ist die Luft kühler, die Tage werden merklich kürzer und manches sieht schon ein bisschen nach Herbst aus. Gleichzeitig ist die Balkonsaison noch längst nicht vorbei.

Bei mir gibt es gerade genau diese Mischung: ein paar letzte Tomaten, frische Petersilie und Spitzkohl auf der einen Seite – und Malven und Ringelblumen, die noch einmal Farbe zwischen all das Grün bringen.

Die Ernte wird kleiner – aber abwechslungsreich

Im Hochsommer schaut man manchmal täglich nach neuen Tomaten. Im September wird es bei mir deutlich überschaubarer. Trotzdem gibt es immer noch etwas zu entdecken und zu ernten.

Ein paar Tomaten sind noch reif geworden und auch Petersilie kann ich weiterhin frisch vom Balkon holen. Dazu kam diesmal etwas, das auf meinem Balkon nicht ganz so selbstverständlich ist: Spitzkohl.

Natürlich reicht so eine Balkonernte nicht unbedingt für den kompletten Wocheneinkauf. Das muss sie für mich aber auch gar nicht. Gerade diese kleinen Mengen machen für mich einen Teil des Reizes aus. Ein bisschen Petersilie fürs Essen, ein paar eigene Tomaten oder eben ein kleiner Kohlkopf – direkt vor der Balkontür gewachsen.

Septemberernte vom Balkon mit Spitzkohl, Tomaten, Petersilie und Ringelblume
Ein Teil meiner Septemberernte: Spitzkohl, ein paar Tomaten, Petersilie und eine Ringelblumenblüte.

Spitzkohl vom Balkon

Spitzkohl gehört vielleicht nicht zu den Pflanzen, an die man bei einem Balkongarten als Erstes denkt. Umso schöner ist es, wenn am Ende tatsächlich etwas geerntet werden kann. Im Topf oder Balkonkasten bleibt natürlich alles etwas kompakter als im Gemüsebeet. Für mich ist das aber völlig in Ordnung. Ich finde es ohnehin spannender, verschiedene Pflanzen auszuprobieren, als möglichst große Erntemengen zu produzieren. Und ein selbst geernteter Spitzkohl fühlt sich dann doch ein bisschen besonderer an als einer aus dem Supermarkt.

Spitzkohl kurz vor der Ernte auf dem Balkon
Mein Spitzkohl ist im September erntereif geworden.

Malve und Ringelblume bringen noch Farbe

Während bei einigen Gemüsepflanzen langsam das Saisonende näher rückt, blüht es an anderer Stelle noch. Malven und Ringelblumen sorgen gerade dafür, dass der Balkon noch nicht komplett nach Herbst aussieht. Die Blüten lassen sich zum Beispiel frisch als essbare Dekoration verwenden, sofern die Pflanzen entsprechend unbehandelt angebaut wurden. Ringelblumenblüten können auseinander gezupft werden, während kleinere Malvenblüten auch im Ganzen hübsch aussehen. Möchtest du mehr über Ringelblumen erfahren? Dann schau dir meinen Beitrag über Ringelblumen an.

Violette Malvenblüte zwischen anderen Pflanzen auf dem Balkon
Die Malve blüht auch im September noch und bringt Farbe zwischen die Gemüsepflanzen.

Petersilie wächst noch weiter

Auch die Petersilie liefert im September weiterhin frisches Grün. Während sich bei einigen Sommerpflanzen die Saison langsam dem Ende nähert, kann ich hier immer noch regelmäßig ein paar Stängel ernten. Man braucht meistens keine großen Mengen, sondern schneidet einfach das ab, was gerade fürs Essen gebraucht wird. Und solange das Wetter mitspielt, darf meine Petersilie deshalb noch eine Weile draußen weiter wachsen.

Kräftig grüne Petersilie auf dem Balkon im September
Auch Petersilie kann ich im September weiterhin frisch ernten.

Noch ist die Balkonsaison nicht vorbei

September fühlt sich für mich deshalb weniger nach Saisonende als nach Übergang an. Die große Wachstumsphase des Sommers ist vorbei, aber geerntet wird trotzdem noch. Zwischen Tomaten, Petersilie und Spitzkohl stehen gleichzeitig die letzten Blüten – und daneben kündigt sich langsam der Herbst an. Es passiert weniger als im Frühjahr oder Frühsommer. Dafür fällt viel stärker auf, was noch da ist.

Und manchmal besteht die Septemberernte eben aus einem Spitzkohl, einer Handvoll Tomaten, etwas Petersilie und ein paar Blüten. Für einen Balkon ist das doch gar nicht so schlecht.

Jahreszeiten auf dem Balkon