Der Juli gehört für mich zu den schönsten Monaten im Balkongarten. Nach den ersten Wochen des Sommers ist aus vielen kleinen Pflanzen inzwischen richtig viel geworden. Zwischen den Gemüsepflanzen blühen Malven, Petunien und Löwenmäulchen, Kräuter wachsen kräftig weiter und die ersten Kohlköpfe und Kohlrabi zeigen, dass die Ernte nicht mehr lange auf sich warten lässt. Auch die Tomaten hängen bereits voller grüner Früchte und lassen erahnen, was in den nächsten Wochen kommt.
Gerade diese Zeit mag ich besonders. Nicht jeden Tag kann schon geerntet werden, dafür verändert sich der Balkon fast täglich. Hier öffnet sich eine neue Blüte, dort wächst ein Kohlrabi sichtbar weiter und überall summen Bienen und Hummeln zwischen den Pflanzen. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken.
In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf einen kleinen Rundgang über meinen Balkon und zeige dir, was im Juli gerade wächst, blüht und sich besonders gut entwickelt.
Malven – Sommerblüten mit natürlichem Charme
Wenn ich jetzt auf den Balkon gehe, fallen mir als Erstes die Malven ins Auge. Ihre großen Blüten sind kaum zu übersehen und bringen kräftige Farbakzente zwischen das Gemüse. Besonders schön finde ich, dass sich fast täglich neue Blüten öffnen. Während die ersten bereits verblühen, stehen daneben schon die nächsten Knospen bereit.
Noch mehr Freude machen sie, wenn Besuch vorbeikommt. Hummeln und Bienen fliegen die Blüten regelmäßig an und verschwinden oft komplett im Inneren der Blüte. Gerade morgens oder an warmen Nachmittagen kann man sie dabei wunderbar beobachten. Das macht die Malven nicht nur zu einer schönen Blühpflanze, sondern auch zu einer wertvollen Nahrungsquelle für viele Insekten.
An heißen Sommertagen freuen sie sich über regelmäßiges Gießen, Staunässe mögen sie allerdings nicht. Werden verwelkte Blüten entfernt, erscheinen oft schon kurze Zeit später neue und die Pflanze blüht mehrere Wochen.
Petunien und Löwenmäulchen bringen Farbe
Neben den Malven dürfen natürlich auch die Petunien und Löwenmäulchen nicht fehlen. Während das Gemüse auf meinem Balkon vor allem in verschiedenen Grüntönen wächst, bringen diese beiden Sommerblumen schöne Farbakzente in die Pflanzkästen. Gerade im Juli stehen sie in voller Blüte und sorgen dafür, dass der Balkon trotz der vielen Gemüsepflanzen lebendig und abwechslungsreich wirkt.
Besonders die Petunien erfreuen mich. Mit etwas Pflege blühen sie über viele Monate hinweg nahezu ununterbrochen. Ich entferne regelmäßig die verblühten Blüten, damit die Pflanze ihre Kraft in neue Knospen steckt. An heißen Sommertagen brauchen sie zwar reichlich Wasser, bedanken sich dafür aber mit einer großen Blütenfülle.
Auch die Löwenmäulchen entwickeln sich in diesem Sommer richtig gut. Ihre aufrecht wachsenden Blütenstände unterscheiden sich deutlich von den eher üppigen Petunien und bringen dadurch noch mehr Abwechslung auf den Balkon. Außerdem werden sie regelmäßig von Hummeln besucht, die sich geschickt ihren Weg in die Blüten bahnen.
Für mich gehören Sommerblumen genauso zu einem Balkongarten wie Gemüse oder Kräuter. Sie schaffen nicht nur schöne Farbtupfer, sondern machen den Balkon auch für viele Insekten attraktiver. Gerade die Kombination aus blühenden Pflanzen und essbaren Kulturen gefällt mir besonders, weil sie zeigt, dass beides problemlos auf kleinem Raum zusammen wachsen kann.
Purpursalbei – Dekorativ und beliebt bei Insekten
Purpursalbei ist nicht nur ein Küchenkraut, sondern auch ein echter Blickfang auf dem Balkon. Die leicht violett gefärbten Blätter und Stängel setzen einen schönen Kontrast zwischen den grünen Gemüsepflanzen und den bunten Sommerblumen.
Jetzt im Juli wächst der Salbei kräftig und entwickelt sich zu einer buschigen Pflanze. An warmen, sonnigen Tagen fühlt er sich besonders wohl und kommt mit kurzen Trockenphasen deutlich besser zurecht als viele andere Balkonpflanzen. Gerade deshalb ist er für mich ein guter Begleiter auf dem Balkon.
Natürlich landet er auch regelmäßig in der Küche. Frisch geerntete Blätter passen gut zu Ofenkartoffeln, Kräuterbutter oder mediterranen Gerichten. Ich ernte immer nur einzelne Triebe, sodass die Pflanze weiter dicht nachwachsen kann. Gleichzeitig bleibt sie dadurch schön kompakt. Kräuter können nicht nur praktisch, sondern auch dekorativ sein. Zwischen Kohl, Tomaten und Sommerblumen wirkt er fast wie eine kleine Zierpflanze – mit dem Vorteil, dass man ihn jederzeit frisch ernten kann.
Kohlrabi – Fast erntereif
Im Juli ist der Kohlrabi erntereif. Die Knollen wurden von Woche zu Woche größer und man konnte ihnen beim Wachsen fast zusehen. Jetzt lohnt es sich, die Knollen regelmäßig im Blick zu behalten. Kohlrabi schmeckt am besten, wenn er noch jung und zart ist. Wartet man zu lange, können größere Knollen je nach Sorte holzig werden. Deshalb ist es oft besser, etwas früher zu ernten und sich über einen besonders milden Geschmack zu freuen.
Auf meinem Balkon wächst der Kohlrabi im Blakonkasten erstaunlich gut. Wichtig ist vor allem eine gleichmäßige Wasserversorgung, denn trocknet die Erde über längere Zeit aus, kann das Wachstum ins Stocken geraten. An heißen Julitagen kontrolliere ich deshalb regelmäßig die Erde und gieße bei Bedarf nach.
Ich freue mich schon auf die Ernte. Frisch geernteter Kohlrabi schmeckt roh als Snack genauso gut wie im Salat oder leicht gedünstet als Beilage. Für mich gehört er zu den Gemüsesorten, die zeigen, dass sich auch auf einem Balkon mit wenig Platz erfolgreich eigenes Gemüse anbauen lässt.
Der Spitzkohl wächst weiter
Spitzkohl gehört zu den Gemüsesorten, die sich Zeit lassen. Während andere Pflanzen schon früh geerntet werden können, wächst er über viele Wochen hinweg langsam weiter. Im Juli beginnen sich die Blätter immer dichter zu schließen und nach und nach entsteht der typische spitze Kohlkopf. Gerade diese Entwicklung finde ich jedes Jahr spannend zu beobachten.
Im Vergleich zu vielen anderen Kohlsorten benötigt Spitzkohl weniger Platz und eignet sich deshalb durchaus auch für größere Pflanzgefäße auf dem Balkon. Voraussetzung sind ausreichend Platz für die Wurzeln, eine nährstoffreiche Erde und eine gleichmäßige Wasserversorgung. Besonders an heißen Sommertagen sollte die Erde nicht vollständig austrocknen, damit die Pflanze ihr Wachstum fortsetzen kann.
Bis zur Ernte braucht mein Spitzkohl zwar noch etwas Zeit, aber genau das gehört zum Gärtnern dazu. Nicht jede Pflanze entwickelt sich gleich schnell und manche belohnen Geduld mit einer besonders schönen Ernte. Schon jetzt lässt sich gut erkennen, wie sich der Kohlkopf Woche für Woche weiter ausbildet.
Grüne Tomaten brauchen noch Sonne
Im Juli hängen an meinen Tomatenpflanzen bereits viele Früchte – allerdings sind sie noch komplett grün. Auch wenn die Ernte damit noch etwas auf sich warten lässt, ist genau das jedes Jahr ein schöner Moment. Jetzt beginnt die Zeit, in der vor allem Geduld gefragt ist. Mit ausreichend Sonne und warmen Temperaturen verfärben sich die Tomaten in den nächsten Wochen nach und nach. Oft geht das oft, als man denkt. Erst scheint tagelang nichts zu passieren und plötzlich zeigen die ersten Früchte ihre endgültige Farbe.
Bis dahin brauchen die Pflanzen vor allem eine gleichmäßige Wasserversorgung und ausreichend Halt. Gegossen wird möglichst direkt an der Erde, damit die Blätter trocken bleiben. Außerdem kontrolliere ich regelmäßig die Seitentriebe und entferne sie – zumindest bei meinen Stabtomaten –, damit die Pflanze ihre Energie in die Fruchtbildung stecken kann.
Die eigentliche Erntezeit steht kurz bevorsteht. Wenn ich morgens über den Balkon gehe, werfe ich fast automatisch einen Blick auf jede einzelne Frucht. Vielleicht hat sich ja über Nacht schon die erste Tomate leicht verfärbt. Genau diese kleinen Veränderungen machen den Gemüseanbau auf dem Balkon für mich so spannend.
Meine Empfehlungen für den Balkongarten
Viele der Pflanzen in diesem Beitrag wachsen bei mir schon seit mehreren Monaten. Dafür nutze ich verschiedene Pflanzgefäße, Gartenhelfer und Zubehör, die sich auf meinem Balkon bewährt haben.
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Der Balkongarten im Juli ist ein Moment der Vorfreude
Wenn ich mir meinen Balkon im Juli anschaue, wird mir jedes Jahr aufs Neue bewusst, wie schnell sich die Pflanzen entwickeln. Zwischen den bunten Blüten wachsen Gemüse und Kräuter stetig weiter und jeden Tag gibt es kleine Veränderungen zu entdecken. Genau das macht für mich den Reiz des Balkongärtnerns aus – nicht nur die Ernte, sondern der gesamte Weg dorthin.
Dabei läuft nicht immer alles perfekt. Manche Pflanzen wachsen schneller als erwartet, andere brauchen etwas länger oder entwickeln sich ganz anders als geplant. Gerade das macht jeden Balkongarten einzigartig und sorgt dafür, dass jede Saison neue Erfahrungen mit sich bringt.
Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Wochen, wenn die Tomaten langsam ihre Farbe wechseln, der Spitzkohl weiter an Größe gewinnt und die Kohlrabi geerntet wurden. Bis dahin genieße ich einfach den Blick auf meinen Balkon – mit seinen Sommerblumen, den vielen Grüntönen und dem täglichen Summen von Bienen und Hummeln.








